Ausstellung / Exhibition: Albert Speer

Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zeigt die Sonderausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“. Readers in English language please check here.

Albert Speer (1905 – 1981) machte im Nationalsozialismus eine steile Karriere als Architekt, wurde 1934 mit der Planung des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg beauftragt und 1937 von Hitler zum Generalbauinspektor für die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin und anderer deutscher Städte ernannt. 1942 folgte die Ernennung zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition, wobei Speer für die Umstellung der Rüstungsindustrie auf die totale Kriegswirtschaft verantwortlich war. Im November 1945 wurde Speer beim Hauptkriegsverbrecherprozess des Internationalen Militärgerichtshof angeklagt und am 1. Oktober wegen Kriegsverbrechen und Verbechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er bis 1966 im Alliierten Militärgefängnis Spandau in Berlin verbüßte.

Mit Unterstützung des Verlegers Wolf Jobst Siedler und des Publizisten Joachim C. Fest konnte Albert Speer seine Erinnerungen (1969) und die Spandauer Tagebücher (1975) veröffentlichen. Ausgehend von einer geschickten Verteidigungsstrategie beim Nürnberger Prozess konnte er sich mit diesen Büchern und Interwiews als unpolitischen Architekten, verführten Experten und sogar als Widerständler darstellen, sodass er sich einen legendären Mythos als „der gute Nazi“ erwarb. So trugen Speer und seine Unterstützer in der Bundesrepublik dazu bei, die alleinige Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen Hitler zuzusprechen, die unzähligen Verantwortlichen, Täter, Helfer und Beteiligten sowie sich selbst von Verantwortung und Schuld zu entlasten.

Weiter im Text geht es nach der Fotogalerie – Aufnahmen zum Vergrößern bitte anklicken.

Die Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände wurde in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin entwickelt und von Ausstellungsarchitekten Rainer Lendler und weiteren Mitwirkenden gestaltet.

Das Buchstabenrondell S P E E R zeigt Fotoaufnahmen der verschiedenen biografischen Phasen und projiziert Interview-Zitate:

„Die Ausübung von Macht an sich ist für mich einer der großen Anziehungspunkte in dieser zweiten Periode meiner Tätigkeit für Hitler gewesen.“  …

„Wenn er es auch nie direkt ausgesprochen hat nach 1942, was mit den Juden geschieht, so waren doch die Hinweise darauf deutlich genug, dass man hätte verstehen können wenn man hätte verstehen wollen, oder, dass ich hätte verstehen müssen, wenn ich hätte wollen.“ …

„Wenn ich nichts wusste, dann habe ich dafür gesorgt, dass ich nichts wusste. Wenn ich nichts gesehen habe, dann, weil ich nicht sehen wollte.“

Ein großer Büchertisch zeigt mit Bildern und Texten auf, wie sich Speer im Nationalsozialismus positionierte und vermarktete, im Nürnberger Prozess auch auf Kosten anderer verteidigte, in der Haftzeit an seiner Legende strickte und anschließend als geläuterter Büßer erfolgreich auftrat.

Beeindruckend und aufklärend schließen sich Thementische an, die mehrere Historikerinnen und Historiker vorstellen, die in akribischer Quellenarbeit mit Speers Legendenbildung aufräumen und seinen Mythos entzaubern. Anhand ihrer Studien und zentraler Dokumente begründen sie in Video-Aussagen ein ganz anderes Verständnis von Speers Rolle im Nationalsozialismus und seiner Rechtfertigung:

  •  „Wie wird Speer in der Bundesrepublik wahrgenommen?“ Die Politikwissenschaftlerin Isabell Trommer untersuchte anhand von Presseberichten und Buchbesprechungen Speers öffentliche Wahrnehmung und die folgenden Rechtfertigungsdiskurse. So galt er als Zeitzeuge, Verführter, Technokrat, Leistungsträger, Widerständler, Unwissender und Büßer.
  •  „Ist Speer ein unpolitischer Architekt?“ Architektur-Professor Jörn Düwel dokumentiert Speers Ausstellung „Neue Deutsche Baukunst“, die während der Kriegsjahre durch ganz Europa tourte und für die nationalsozialistische Architektur werben sollte, darunter das Reichsparteitagsgelände mit dem Deutschen Stadion. Für das geplante „größte Stadion der Welt“ finanzierte Speer den SS-eigenen Wirtschaftsbetrieb „Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH“, der Steinbrüche betrieb, in denen Tausende von Häftlingen der Konzentrationslager Flossenbürg, Mauthausen, Natzweiler und Groß-Rosen ums Leben kamen.
  •  „Was hat Speer mit den Konzentrationslagern zu tun?“ Historiker Bertrand Perz untersuchte deren Geschichte, die Besuche Speers und dokumentiert den von Speer 1942 genehmigten Ausbauplan: „Vorhaben Kriegsgefangenenlager Auschwitz (Durchführung der Sonderbehandlung)“.
  •  „Welche Rolle spielt Speer beim Einsatz von Zwangsarbeitern?“ Das Rüstungsministerium betrieb mit dem KZ-Zwangsarbeitereinsatz Produktionsstätten für Rüstungsgüter mit Zehntausenden von Opfern seit 1942. Exemplarisch zeigt Historiker Jens-Christian Wagner die unmenschlichen Arbeitsbedingungen im unterirdischen Stollensystem des KZ Mittelbau-Dora auf, wo rund 20.000 Häftlinge ums Leben kamen.
  •  „Beteiligt sich Speer an der Judenverfolgung?“ Mit den Planungen für die Reichshauptstadt Berlin drängt Speer als Generalbauinspektor auf die „Entmietung“ und Umsiedlung der Juden in Berlin. Die Historikerin Susanne Willems belegt dies in allen Einzelheiten anhand der Dokumente.
  •  „Wie wurden Fälschungen Speers aufgedeckt?“ Wie ein Mitarbeiter Speers in den sechziger Jahren die Chronik der Speer-Dienststellen fälschte, indem er belastende Passagen strich, konnte Historiker Matthias Schmidt bereits 1982 in seiner Studie nachweisen.
  • „Ist Speer ein Verbrecher?“  Am 6. Oktober 1943 sprach Heinrich Himmler in Posen vor Reichs- und Gauleitern zur „Judenfrage“ mit dem Entschluss, „dieses Volk von der Erde verschwinden zu lassen.“ Der amerikanische Historiker Erich Goldhagen konnte aufweisen, dass Himmler in der Rede Speer direkt angesprochen habe. Speer stritt seine Anwesenheit bei der Rede ab und organisierte „Belege“, die glaubhaft machen sollten, er sei bereits vor der Rede abgereist.
  •  Die treibende Kraft des Rüstungsministers beim Ausbau der Kriegswirtschaft einschließlich des KZ-Einsatzes bilanziert NS-Forscher Heinrich Schwendemann mit dem Verweis auf Speers Forderung nach „zähem Durchhalten“ aller Kräfte im März 1945.
  •  Regisseur und Autor Heinrich Breloer sammelte das Quellenmaterial als „Die Akte Speer“ und zeigte in seinem filmischen Doku-Drama „Speer und Er“ 2005 ein kritisches Bild über Speers Lügen, Legenden und Verbrechen.
  • „Warum funktionierte die Speer-Legende?“ In seiner aktuellen Biografie „Speer – eine deutsche Karriere“ (Berlin 2017) untersucht Historiker Magnus Brechtken, wie um Speers Memoiren mit publizistischer Unterstützung in der Bundesrepublik sowie in den USA die „Marke Speer“ etabliert wurde:

„Speer war also mit der Art und Weise, mit der er sich öffentlich positioniert hat vor allem nach 1966 und bis zu seinem Tode 1981 eine ideale Projektionsfläche für Millionen Deutsche, die gerne genau die gleiche Distanzierungsgeschichte zum Nationalsozialismus erzählen wollten wie Speer das tat. (…) Das ist im Grunde die Speer-Legende, und weil sie sich ideal mit den Bedürfnissen der deutschen Gesellschaft traf, war sie auf viele Jahrzehnte sehr erfolgreich.“

Alle Daten und Zitate aus:

Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit, Ausstellungskatalog des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände für die Museen der Stadt Nürnberg herausgegeben von Martina Christmeier und Alexander Schmidt, Schriftenreihe der Museen der Stadt Nürnberg, Band 13, herausgegeben von Ingrid Bierer, Mit Beiträgen von Magnus Brechtken, Martina Christmeier, Florian Dierl, Hanne Leßau und Alexander Schmidt, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2017

English version: Albert Speer in the Federal Republic. Exhibition Catalogue, Documentation Centre Party Rally Grounds for Nuremberg Municipal Museums, Editors: Martina Christmeier and Alexander Schmidt, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2017

 

Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit; 28. April bis 26. November 2017

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg

Öffnungszeiten:  Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr.

 

 

„Gegenwind“ beim Nürnberger Bardentreffen – „Headwind“ at the World Music Festival

Readers in English language please check out the English page of the festival here.

„Gegenwind“ lautet das Motto des diesjährigen 42. Bardentreffens in Nürnberg.  Wie seit Jahrzehnten läutet es die Schulferien ein und bietet die schönsten Tage des Sommers in Nürnberg, und meistens spielt auch das Wetter gut mit. Die Nürnberger treffen sich mit Freunden und Gästen in der Stadt, und über den Plätzen und Gassen wölbt sich der Himmel der Musik.

Die Veranstalter des Projektbüros im Kulturreferat der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, Studio Franken, machten in Anspielung auf die globale Großwetterlage einen „Gegenwind“ aus und stellten die „Luftklinger“ – Blasinstrumente – in den Mittelpunkt des Festivals.

Dank mehrerer Förderer gilt nach wie vor: „umsonst und draußen“. Eintritt frei, und wer das Bardentreffen unterstützen will, erwirbt das Programm-Heft, eine nette Pin-Nadel – in diesem Jahr ein Saxophon – und versorgt sich mit fränkisch-internationalen Speisen und vorzugsweise fränkischen Bieren, Weinen, Wässern oder Säften des gastronomischen Angebotes.

Im Bühnenprogramm konnte ich in diesem Jahr folgende Bands wahrnehmen; Zitate aus der Internet-Seite des Bardentreffens:

Freitag:

Fanfaraï nimmt die Tradition algerischer Straßenkapellen auf, die einst an Festtagen aufspielten. Deren Instrumentarium haben die Musiker um Blechblasinstrumente erweitert und das Repertoire mit Latin- und Jazz-Klängen bereichert. Die französische Kapelle nennt ihren fröhlichen Sound die „untypischste Blasmusik vom Maghreb“ und in Verbindung mit einer temperamentvollen Show hat sie sich damit schnell von der Straße auf die Bühne gespielt.“ Nachsehen und hören unter:  http://tournsol.net/artist/fanfarai-en/

Samstag:

Tuuletar hat sich nach der Windgöttin in der finnischen Mythologie benannt. Das passt, denn seit 2012 wirbeln die vier exzellenten Sängerinnen mit frischem Wind die Folkszene auf. Die temperamentvollen Damen bedienen sich an der reichen finnischen Folktradition ebenso wie bei Klassik, Pop, elektronischer Musik und Sprechgesang und machen daraus das, was sie Vocal-Folk-Hop nennen.“ Ihr Internet-Auftritt:  http://tuuletar.com/en/

„Als „purer Musikzauber“ und „fast ein Wunder“ wird der fesselnde Sound der anglo-irischen Band Flook von Publikum und Kritikern empfunden. In den 1990er-Jahren war sie die „Supergruppe“ der Weltmusikszene und von der Magie und Energie von damals haben sie bis heute nichts eingebüßt.“ Mitreißende Flötentöne, Gitarre und Bodhran, windstille Lullabies und stürmische Tanzstücke von der irischen See – im Netz unter: http://www.flook.co.uk/

Hank Shizzoe ist ein gefragter Gitarrist, Produzent und Songschreiber. In seiner knapp 25-jährigen Karriere hat er schon mit so einigen Größen der Musikbranche gespielt, für den „Rolling Stone“ ist er „der beste Roots-Rock-Songwriter und Gitarrenstilist, der nicht aus den USA kommt“.“ Der Schweizer bietet auf seiner Internet-Seite interessante Hörstücke:  http://www.hankshizzoe.com/

Die Fotogallerie des Tages bitte zum Vergrößern anklicken. Im Schaufenster der Buchhandlung Korn & Berg am Hauptmarkt spiegelt sich die Frauenkirche. „Die älteste Buchhandlung Deutschlands“ bietet nicht nur gute Auswahl und Beratung, sondern gestaltet auch ihre Auslagen kreativ und aktuell. In St. Katharina, der Ruine der Klosterkirche, spielten Tuuletar; auf dem Sebalder Platz Flook und Hank Shizzoe.

Was wäre das Bardentreffen ohne die zahlreichen Musiker*innen und Ensembles auf der Straße – alte Barden lassen Minnelieder verlauten, weitgereiste Bands und musischer Nachwuchs lassen ihr Können und Lernen hören. So sind an allen Ecken, Nischen und Winkeln in der Nürnberger Altstadt wohlig bekannte oder erfrischend neue Klänge zu vernehmen, sei es an der Pegnitz und auf ihren Brücken, in Geschäftspassagen oder „Rockin‘ Lafayettes“zu Füßen des „Meistersingers“ Hans Sachs – anklicken vergrößert die Aufnahmen:

Die Musen bebildert auch der Schöne Brunnen, kürzlich im Tageslicht gebloggt, hier mit nächtlichen Aufnahmen von Pythagoras und Hirtenflöte, David und Leier sowie dem kleinen Trommler, Bläser, Lautenspieler und Amor:

Sonntag:

Ein heißer Nachmittag, abkühlender Regen und ein schöner Ausklang auf dem Sebalder Platz am Sonntagabend.

European Tuba Power ist ein Gipfeltreffen der vier angesagtesten Tubisten unserer Zeit: Andreas Martin Hofmeir, Alessandro Fossi, János Mazura und Roland Szentpál. Die preisgekrönten Musiker haben ein Kraftpaket geschnürt. Für große Begeisterung sorgen bei den Konzerten vor allem aber die im Verbund mit dem Schlagwerker Christoph Huber dargebrachten Jazz-Arrangements von Duke Ellington oder Charlie Chaplin, die Pop-Hits der Red Hot Chilli Peppers und einzigartige Tuba-Technos.“ Tuba-Professor Hofmeir im Internet:  http://andreas-martin-hofmeir.com/

„Im Januar wurde Stephan Zinner in der Tafelhalle der Sonderpreis des Deutschen Kabarett-Preises 2016 verliehen. Weil der aus Film, Fernsehen und Theater bekannte Oberbayer „ein vielfach begabter, intelligenter Unterhalter“ ist, „der aus unserem aberwitzigen Alltag auf der Bühne etwas Besonderes machen kann.“ Wie er locker plaudernd und Gitarre spielend die schrägen Momente im Leben auf die Spitze treibt ist einfach spitze.“ Zinners Heimat-Seite ist hier zu finden:  http://www.zinner-music.de/index.html

Der Bayerische Rundfunk überträgt eine Zusammenfassung des Bardentreffens an den Sonntagen 6. und 13. August 2017 jeweils von 21.05 bis 22 Uhr in seinem Hörfunkprogramm Bayern 2 und am 30. Juli 2017 mit Live-Schaltungen zum Hauptmarkt und zur Katharinenruine.

Rückblick:  Bardentreffen 2016

 

Beautiful Fountain – Schöner Brunnen

In the Old Town of Nuremberg one of my beloved sights is the Beautiful Fountain at the Main Market Place. The medieval Fountain had been restored for quite a while recently, and a sunny day gives the opportunity to take some fresh photographs of it. Among fourty sculptures, in the first line we find the representatives of the seven liberal arts and philosophy:

  •  Donatus: Grammar
  •  Cicero: Rhetoric
  •  Aristoteles: Dialectic
  •  Nikomachus: Arithmetic
  •  Euklid: Geometry
  •  Ptolemaeus: Astronomy
  •  Pythagoras: Music
  •  Socrates: Philosophy.

Please click at anyone for the picture gallery:

Along with the restoration, not only the static of the fountain was secured and the colours have been refreshed, but also the well was set in function again. In medieval times, the fountain had an important role in water supply. In a transferred sense, the water well symbolizes the well of wisdom as it was and still may be found through philosophy.

If you ever come to see Nuremberg, take a look at the Beautiful Fountain. Blog followers are kindly invited to share a philosophical guided tour and their reflections.

 

 

Deutschstunde – German Lesson

An der heutigen Deutschstunde will ich Euch teilhaben lassen. Readers in English language please see down below.
Herr A. J. sprach an, dass er gestern eine erneute Duldung für drei Monate bekommen hat. Derzeit hat er einen Deutschkurs, und wir wiederholten und ergänzten seinen Schreibblock:
„Sein Nachbar muss zurück nach Afghanistan
Die Polizei ist gekommen
Sie hat ihn abgeholt
Die Polizei hat seinen Nachbarn nach München gebracht
Es gab eine Bomben
explosion in Kabul
Viele Menschen wurden getötet oder verletzt
Es gab Viele Tote und Verletzte“
Wir wiederholten den Text, die Sätze und Wörter mit Aussprache. Herr A. J. erzählte weiter – hier in meiner Formulierung und Wiedergabe:
„Das Flugzeug ist nicht abgeflogen.
Die Abschiebung ist ausgesetzt.
Der Nachbar ist zurück gekommen.“

 

Fotos zum Vergrößern anklicken.

English version:
At todays German Lesson, Mister A. J. told that his temporary suspension of deportation (Duldung) was prolongued for three months. He attends a German class, and we repeated his lesson and notices:
„His neighbour has to go back to Afghanistan
Police came
and took him away
Police took his neighbour to Munich
There was a bomb
explosion in Kabul
Many people were killed or hurt
There were many deads and injured“
Repeating the text, sentence and words with pronunciation, Mister A. J. continues the story – here in my words:
„The plane did not start off
The deportation was cancelled
The neighbour came back“

Pulse of Europe

Am Sonntag gab es wieder die Möglichkeit, Pulse of Europe  (Version in English language available there) – kennen zu lernen, die Bürgerinitiative für Europa. Sie ist in vielen Ländern und Städten tätig und versammelt dabei zahlreiche Bürger*innen, die sich für die europäische Idee sowie für friedliche und zivile Zusammenarbeit engagieren:

Unser Ziel und Beitrag

Wir sind überzeugt, dass die Mehrzahl der Menschen an die Grundidee der Europäischen Union und ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung glaubt und sie nicht nationalistischen Tendenzen opfern möchte. Es geht um nichts Geringeres als die Bewahrung eines Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von individueller Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit.

Die Fotos der Galerie durch Anklicken vergrößern.

In Nürnberg trafen sich ein paar Hundert Teilnehmer*innen an der Lorenzkirche. Zunächst schwiegen wir eine Minute zur Anteilnahme für die Opfer des Terrroranschlags in London. Nachher sprach dazu ein britischer Redner. Die Pfarrerin von St. Lorenz erläuterte an diesem Pfingstsonntag, wie der Geist sprachliche Grenzen überwindet zu einer Verständigung – gerade auch im ökumenischen Sinne.

Die Initiatoren trugen den Offenen Brief der Initiative an Europäische Politiker vor, nachzulesen auf der Internet-Seite. Engagierte trugen zehn Thesen zu Europa vor, andere meldeten und kommentierten Nachrichten aus der europäischen Politik der letzten vier Wochen.

Mehrere Sprecher*innen kritisierten die Polizei-Aktion zur Abschiebung eines afghanischen Schülers aus seiner Schulklasse im Nürnberger Berufsschulzentrum vor einigen Tagen mit klarer Unterstützung der Versammlung.

Eine Sängerin gab den Ton an zu Carols Kings „You’ve got a friend“. Die Teilnehmer*innen bildeten ein Ypsilon als Buchstaben zu der europäischen Foto- und Filmaktion „We say hello – don’t say goodbye“ zum Beatles-Song „Hello, Goodbye“ in bezug auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die entsprechenden Verhandlungen.

Schließlich sangen wir die Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven mit drei Versen von Friedrich Schiller – die Europa-Hymne. Eine Menschen-Kette zu den Tönen des Pulsschlages oder Herzschlages rundete die Versammlung ab.

Hier erinnere ich mich, wie wir Anfang der achtziger Jahre Woche für Woche freitags bei St. Lorenz einen „Schweigekreis für den Frieden“ bildeten. Der Protest richtete sich gegen die Nachrüstung mit den Mittelstreckenraketen. Die Friedensbewegung konnte nicht verhindern, dass sie aufgestellt wurden, hat wiederum mit ihrem Einsatz wesentlich dazu beigetragen, dass die betreffenden INF-Verhandlungen dazu führten, dass diese Waffen wieder abgezogen wurden. So lernte ich, dass Bürger-Engagement wirkt und mit entscheidet.

Den Initiator*innenen von Pulse of Europe, aktiven und engagierten Teilnehmer*innen wünsche ich international, europäisch, bundesrepublikanisch und lokal in Nürnberg entsprechende Bildungserlebnisse, weiterhin viel Zuspruch, Gehör, Resonanz und Erfolg auf diesem Weg.

 

http://pulseofeurope.eu/

 

Bäume für die Menschenrechte

In Nürnberg gibt es eine Initiative „Bäume für die Menschenrechte“, die seit zehn Jahren im ganzen Stadtgebiet Ginkgo-Bäume pflanzt und die Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 anspricht.

Ein Spaziergang im Frühling auf dem Rechenberg zeigt drei der Bäume mit ihren zarten Blätterknospen. Drunten in der Stadt sind die Ginkgo-Straßenbäume bereits etwas weiter. Die folgende Foto-Galerie zum Vergrößern bitte anklicken.

Weiteres zur Idee und Geschichte der „Bäume für die Menschenrechte“ hier unter:

https://baeume-fuer-die-menschenrechte.nuernberg.de/aktuelles/

English summary:

In Nuremberg, there is an initiative „trees for the human rights“ which has been planting ginkgo trees for ten years in the whole city and appeals to the articles of the general declaration of the human rights of the United Nations of 1948.
A walk in the spring on the Rechenberg shows three of the trees with their tender buds. Down town the ginkgo street trees are already a little further. Please click the photo gallery for increasing or check out the link for the idea and history of the „trees for human rights“ in German language.

 

 

New Years Walk – Neujahrswanderung

Das neue Jahr willkommen heißen bei einem Ausflug mit Freunden und Verwandten erfreut besonders bei passender Witterung: Die Sonne beleuchtet bereifte Landschaft und Orte. Die Fotogallerie zum Vergrößern bitte anklicken:

Die Wanderrunde beginnt in Neunhof bei Lauf im Nürnberger Land, geht nach Nuschelberg, Günthersbühl und Oedenberg und erreicht den Panorama-Blick bei Tauchersreuth. Die sinnlichen Eindrücke lassen sich mit einfachen Mobilgerät-Aufnahmen weder einfangen noch wiedergeben.

Wir teilen freundschaftlich Ereignisse des vergangenen Jahres, Geburten und Todesfälle, Wohlbefinden, persönliche und berufliche Entwicklungen, Erinnerungen, Zeitgeschehen und Ausblicke sowie Tee, Lebkuchen und mehr Leckereien. Den Reif betrachten und eigenem Reifen nachdenken.

So läuft der Weg nach Beerbach, wo in der Kirche das Licht durch die Glasfenster strahlt und zwei „Himmelsscheiben“ gestaltet sind.

Der Brauereigasthof Wiethaler in Neunhof macht uns Einkehrer mit feiner fränkischen Küche und gutem Service so richtig satt.

Zum neuen Jahr viel Glück, alles Gute und Wohlergehen!

Weiteres zur Sankt-Egidien-Kirche in Beerbach vermittelt die Gemeinde unter: https://www.beerbach-evangelisch.de

Der Brauereigasthof Wiethaler in Neunhof findet sich unter: http://brauerei-wiethaler.de/

Mitteilung bei WordPress Daily Prompt „Year“:  Year