Deutschstunde – German Lesson

An der heutigen Deutschstunde will ich Euch teilhaben lassen. Readers in English language please see down below.
Herr A. J. sprach an, dass er gestern eine erneute Duldung für drei Monate bekommen hat. Derzeit hat er einen Deutschkurs, und wir wiederholten und ergänzten seinen Schreibblock:
„Sein Nachbar muss zurück nach Afghanistan
Die Polizei ist gekommen
Sie hat ihn abgeholt
Die Polizei hat seinen Nachbarn nach München gebracht
Es gab eine Bomben
explosion in Kabul
Viele Menschen wurden getötet oder verletzt
Es gab Viele Tote und Verletzte“
Wir wiederholten den Text, die Sätze und Wörter mit Aussprache. Herr A. J. erzählte weiter – hier in meiner Formulierung und Wiedergabe:
„Das Flugzeug ist nicht abgeflogen.
Die Abschiebung ist ausgesetzt.
Der Nachbar ist zurück gekommen.“

 

Fotos zum Vergrößern anklicken.

English version:
At todays German Lesson, Mister A. J. told that his temporary suspension of deportation (Duldung) was prolongued for three months. He attends a German class, and we repeated his lesson and notices:
„His neighbour has to go back to Afghanistan
Police came
and took him away
Police took his neighbour to Munich
There was a bomb
explosion in Kabul
Many people were killed or hurt
There were many deads and injured“
Repeating the text, sentence and words with pronunciation, Mister A. J. continues the story – here in my words:
„The plane did not start off
The deportation was cancelled
The neighbour came back“

Pulse of Europe

Am Sonntag gab es wieder die Möglichkeit, Pulse of Europe  (Version in English language available there) – kennen zu lernen, die Bürgerinitiative für Europa. Sie ist in vielen Ländern und Städten tätig und versammelt dabei zahlreiche Bürger*innen, die sich für die europäische Idee sowie für friedliche und zivile Zusammenarbeit engagieren:

Unser Ziel und Beitrag

Wir sind überzeugt, dass die Mehrzahl der Menschen an die Grundidee der Europäischen Union und ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung glaubt und sie nicht nationalistischen Tendenzen opfern möchte. Es geht um nichts Geringeres als die Bewahrung eines Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von individueller Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit.

Die Fotos der Galerie durch Anklicken vergrößern.

In Nürnberg trafen sich ein paar Hundert Teilnehmer*innen an der Lorenzkirche. Zunächst schwiegen wir eine Minute zur Anteilnahme für die Opfer des Terrroranschlags in London. Nachher sprach dazu ein britischer Redner. Die Pfarrerin von St. Lorenz erläuterte an diesem Pfingstsonntag, wie der Geist sprachliche Grenzen überwindet zu einer Verständigung – gerade auch im ökumenischen Sinne.

Die Initiatoren trugen den Offenen Brief der Initiative an Europäische Politiker vor, nachzulesen auf der Internet-Seite. Engagierte trugen zehn Thesen zu Europa vor, andere meldeten und kommentierten Nachrichten aus der europäischen Politik der letzten vier Wochen.

Mehrere Sprecher*innen kritisierten die Polizei-Aktion zur Abschiebung eines afghanischen Schülers aus seiner Schulklasse im Nürnberger Berufsschulzentrum vor einigen Tagen mit klarer Unterstützung der Versammlung.

Eine Sängerin gab den Ton an zu Carols Kings „You’ve got a friend“. Die Teilnehmer*innen bildeten ein Ypsilon als Buchstaben zu der europäischen Foto- und Filmaktion „We say hello – don’t say goodbye“ zum Beatles-Song „Hello, Goodbye“ in bezug auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die entsprechenden Verhandlungen.

Schließlich sangen wir die Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven mit drei Versen von Friedrich Schiller – die Europa-Hymne. Eine Menschen-Kette zu den Tönen des Pulsschlages oder Herzschlages rundete die Versammlung ab.

Hier erinnere ich mich, wie wir Anfang der achtziger Jahre Woche für Woche freitags bei St. Lorenz einen „Schweigekreis für den Frieden“ bildeten. Der Protest richtete sich gegen die Nachrüstung mit den Mittelstreckenraketen. Die Friedensbewegung konnte nicht verhindern, dass sie aufgestellt wurden, hat wiederum mit ihrem Einsatz wesentlich dazu beigetragen, dass die betreffenden INF-Verhandlungen dazu führten, dass diese Waffen wieder abgezogen wurden. So lernte ich, dass Bürger-Engagement wirkt und mit entscheidet.

Den Initiator*innenen von Pulse of Europe, aktiven und engagierten Teilnehmer*innen wünsche ich international, europäisch, bundesrepublikanisch und lokal in Nürnberg entsprechende Bildungserlebnisse, weiterhin viel Zuspruch, Gehör, Resonanz und Erfolg auf diesem Weg.

 

http://pulseofeurope.eu/

 

Bäume für die Menschenrechte

In Nürnberg gibt es eine Initiative „Bäume für die Menschenrechte“, die seit zehn Jahren im ganzen Stadtgebiet Ginkgo-Bäume pflanzt und die Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 anspricht.

Ein Spaziergang im Frühling auf dem Rechenberg zeigt drei der Bäume mit ihren zarten Blätterknospen. Drunten in der Stadt sind die Ginkgo-Straßenbäume bereits etwas weiter. Die folgende Foto-Galerie zum Vergrößern bitte anklicken.

Weiteres zur Idee und Geschichte der „Bäume für die Menschenrechte“ hier unter:

https://baeume-fuer-die-menschenrechte.nuernberg.de/aktuelles/

English summary:

In Nuremberg, there is an initiative „trees for the human rights“ which has been planting ginkgo trees for ten years in the whole city and appeals to the articles of the general declaration of the human rights of the United Nations of 1948.
A walk in the spring on the Rechenberg shows three of the trees with their tender buds. Down town the ginkgo street trees are already a little further. Please click the photo gallery for increasing or check out the link for the idea and history of the „trees for human rights“ in German language.

 

 

New Years Walk – Neujahrswanderung

Das neue Jahr willkommen heißen bei einem Ausflug mit Freunden und Verwandten erfreut besonders bei passender Witterung: Die Sonne beleuchtet bereifte Landschaft und Orte. Die Fotogallerie zum Vergrößern bitte anklicken:

Die Wanderrunde beginnt in Neunhof bei Lauf im Nürnberger Land, geht nach Nuschelberg, Günthersbühl und Oedenberg und erreicht den Panorama-Blick bei Tauchersreuth. Die sinnlichen Eindrücke lassen sich mit einfachen Mobilgerät-Aufnahmen weder einfangen noch wiedergeben.

Wir teilen freundschaftlich Ereignisse des vergangenen Jahres, Geburten und Todesfälle, Wohlbefinden, persönliche und berufliche Entwicklungen, Erinnerungen, Zeitgeschehen und Ausblicke sowie Tee, Lebkuchen und mehr Leckereien. Den Reif betrachten und eigenem Reifen nachdenken.

So läuft der Weg nach Beerbach, wo in der Kirche das Licht durch die Glasfenster strahlt und zwei „Himmelsscheiben“ gestaltet sind.

Der Brauereigasthof Wiethaler in Neunhof macht uns Einkehrer mit feiner fränkischen Küche und gutem Service so richtig satt.

Zum neuen Jahr viel Glück, alles Gute und Wohlergehen!

Weiteres zur Sankt-Egidien-Kirche in Beerbach vermittelt die Gemeinde unter: https://www.beerbach-evangelisch.de

Der Brauereigasthof Wiethaler in Neunhof findet sich unter: http://brauerei-wiethaler.de/

Mitteilung bei WordPress Daily Prompt „Year“:  Year

 

Nürnberger Männleinlaufen

„Wee men running“ in English at: http://maennleinlaufen.nuernberg.de/?lang=en

Zum 700. Geburtstag von Kaiser Karl IV. – 1316 bis 1378 – erinnert die Stadt Nürnberg mit zahlreichen Kooperationspartnern und vielerlei Veranstaltungen und Ausstellungen an einen böhmischen und deutschen Herrscher, zu dessen Zeit Prag und Nürnberg an der „Goldenene Straße“ europäische Städte wurden.

Karl IV. erlaubte 1349 die Vertreibung der Juden, den Abbruch ihrer Häuser und die Einziehung ihres Vermögens. Die Nürnberger verbrannten 562 Juden in einem Progrom. An der Stelle ihrer Siedlung entstand der Hauptmarkt, an der Stelle ihrer Synagoge 1355 die Frauenkirche. Seit 1509 zeigt die Kunstuhr in deren Giebel das „Männleinlaufen“: sieben geistige und weltliche Kurfürsten huldigem dem Kaiser – täglich 12 Uhr mittags.

Das „Männleinlaufen“ wird gegenwärtig bis 3. November aktualisiert – wer Kaiser oder Kurfürst nachspielen oder sich einfach orientieren möchte, finde sich ein. Ein Theater-Comic am Rathausplatz illustriert die Geschichte – siehe die letzten drei Aufnahmen der Galerie.

In der Goldenen Bulle, der Verfassung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation – legte Karl IV. fest, wie die Könige des deutschen Reiches gewählt werden – von den sieben Kurfürsten -, und dass jeder gewählte König den ersten Reichstag in Nürnberg abhalten solle.

Zu den aktuellen Veranstaltungen des Projektbüros im Kulturreferat der Stadt Nürnberg:  http://maennleinlaufen.nuernberg.de/

Bayerisch-Tschechische Landesausstellung „Karl IV.:“ im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg vom 20. Oktober 2016 bis zum 5. März 2017: http://www.karliv.eu/

Beitrag eingereicht bei WordPress Daily Prompt:  Original

 

„I have a dream“ – a visit at the dreamothèque. „Ich habe einen Traum“ – ein Besuch der Träumothek

English summary:  This weekend, the dreamotheque is in town. Just be there, dream, browse one of the selected books or the treasure chests and share dreams of your own and common life. Christian Hanser offers this throughout his European travels with a shepherds barrow and stationary at the revotheque in France. To me, this is really phantastic.

An diesem Wochenende besucht die Träumothek die Stadt. Für mich zufällig ist sie da, offen zum Besuchen und Wahrnehmen. Die Idee und ihre Wirklichkeit finde ich phantastisch real, gewissermaßen die Utopie am Ort. Daher schreibe ich hier gerne davon und sende ein paar Aufnahmen:

Einfach da sitzen und träumen. In einem der ausgewählt schönen Bücher schmökern. Das Leben und all seine Träume vergegenwärtigen. Das Fernweh und den Heimathafen abwägen. In den Schatzkisten aufgehobene Dinge wieder entdecken: Murmeln („Schusser“) oder eine Flaschenpost.

Christian Hanser ermöglicht dies mit seinem Schäferkarren, den er an diesem Wochenende zu einem Kongress im lauschigen Hof des Caritas-Pirckheimer-Hauses in Nürnberg geparkt und ausgepackt hat. Auf seiner Internet-Seite erzählt er, wie er zu der Träumothek kam, damit durch Europa reist und in Frankreich in seine revotheque einlädt zum Träumen über das eigene und gemeinsame Leben.

Ich erinnere mich an die Rede von Martin Luther King, „I have a dream“ am 28. August 1963 in Washington.

Gute Herbstzeit zum Träumen …

 

Eingereicht bei WordPress Daily Prompts:  Dream

 

Stoff zum Nachdenken – Stuff to think about

For an English version of the Nuremberg Human Rights Award please see here: https://www.nuernberg.de/internet/menschenrechte_e/amin_e.html

„Internationale Textilausstellung zur Unterstützung der Arbeit des Nürnberger Menschenrechtspreisträgers 2015 Amirul Haque Amin“ – im Historischen Rathaus Nürnberg, Ehrenhalle bis 25. September 2016.

Heidi Drahota, Stoff zum Nachdenken„Bei einer Mitmachaktion initiierte Heidi Dahota die Entstehung dieses Wandbildes. Sie forderte [die] Nürnberger Bürgerschaft auf, ein Stückchen Stoff mitzubringen und zu einem großen Ganzen beizutragen. Als Symbol für die Unterstützung des Preisträgers und um zum Nachdenken zu bewegen war der Sinn. Jeder nähte seinen Stoff selbst an. Die Künstlerin fertigte daraus dieses Textilbild und bestickte es mit den Statements der Teilnehmenden.“

„Amirul Haque Amin ist Präsident und Mitbegründer der National Garment Workers Federation (NGWF – Nationale Gewerkschaft der Textilarbeiter), der größten Gewerkschaft in Bangladesch. Die NGWF mit Hauptsitz in Dhaka engagiert sich seit 1984 für die Rechte und Menschenwürde der Arbeiter in der exportorientierten Bekleidungsindustrie von Bangladesch.

Amin verlangt bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere eine gerechte Bezahlung und ein sicheres Arbeitsumfeld. Als Gewerkschaft setzt sich die Organisation für eine Stärkung der Gewerkschaftsbewegung ein und protestiert gegen die katastrophalen Bedingungen in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch.

Eines der schlimmsten Ereignisse war der Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Dhaka am 24. April 2013. Bei diesem Unglück kamen 1.135 Menschen ums Leben, über 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter wurden verletzt. Viele der Modeunternehmen, die ihre Produkte in dieser Fabrik fertigen ließen, haben bislang keine Entschädigungszahlungen geleistet.

Bereits vor dieser Katastrophe hat die NGWF die großen Modeunternehmen immer wieder aufgefordert, eine Vereinbarung über Brandschutz und Gebäudesicherheit zu unterzeichnen. Tatsächlich wurde diese Vereinbarung 2012 verfasst, doch weigert sich bis jetzt die Mehrheit der Unternehmen, sie zu unterzeichnen.“  Gekürzter Text aus:

https://www.nuernberg.de/internet/menschenrechte/amin.html

Yvonne Berther, Schweiz, "Wissen - Gewissen - Gewinn"

 

 

Yvonne Berther, Schweiz:

„Wissen – Gewissen – Gewinn“.

 

Die Ausstellung im Nürnberger Rathaus empfehle ich nachhaltig und wärmstens. Das Thema „faire Textilien“ bewegt mich seit längerer Zeit. Ich erinnere mich an die Friedenstafel im Zusammenhang mit der Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises an Amirul Haque Amin vor einem Jahr. Damals war ich als Freiwilligenkoordinator im Transit Camp im Stadionbad tätig. Wer wundert sich über ankommende Geflüchtete aus Bangladesh?

Die Initiatorin der Ausstellung, Heidi Drahota, näht und filzt unter:  http://taschenkind.de/-Neues.html