„Schwalben über dem Fluss. 1848 in Baden“. Historischer Roman von Ulrike Halbe-Bauer

Wie es damals war, in Baden vor und um 1848, – oder gewesen sein könnte -, dies erzählt uns Ulrike Halbe-Bauer in ihrem neuen historischen Roman „Schwalben über dem Fluss“ ebenso beeindruckend dargestellt wie historisch fundiert. Hier der „Klappentext“:

„Deutschland 1837: Hunger und Not vertreiben die Weberstochter Emma aus ihrer Heimat Ostwestfalen. Hart kämpft die Jugendliche ums Überleben. Im Hungerjahr 1846 lernt sie in einer Fabrik in Württemberg die eigenartige Henri kennen, Gattin des Fabrikbesitzers und wilde Reiterin. Henri schwärmt von Freiheit und Gleichheit und behauptet, dass in der zu erwartenden Revolution auch die Frauen Rechte erhalten würden. Als der Fabrikant von Mörderhand stirbt, wird Emma verdächtigt. Sie flieht zusammen mit dem Studenten Konrad über den Schwarzwald, harrt hungernd einen kalten Winter in Villingen aus und erreicht schließlich Freiburg. Sie wird Arbeiterin in der Seidenfabrik des pietistischen Sozialreformers Carl Mez.

Die Fabrikantenwitwe Henriette sucht unterdessen in Mannheim Anschluss an revolutionäre Kreise. Als die Revolution 1848 ausbricht, folgt sie Friedrich Hecker, der in Konstanz die Republik ausruft. Ein paar Tage später werden die Freischärler in Freiburg erwartet. Emma kämpft an der Seite von Christoph am Schwabentor in Freiburg. Doch haben Henri, Christoph, Emma und Konrad noch einen langen steinigen Weg vor sich, bis zumindest einige ihrer Wünsche wahr werden.“

Der Roman nimmt behutsam Fahrt auf, schildert die Verhältnisse in der Textilfabrik und die Beziehung von Emma und Henriette, Emmas Flucht und Begegnung mit Konrad in einem heißen Sommer in einem Steinbruch, ihren kalten Winter in einer Wäscherei in Villingen, Henriettes Station in Mannheim, und ihre dramatische Wiederbegegnung im Freiburger Revolutionsjahr 1848.

„Ach, diese verfluchten Aufenthaltserlaubnisse! Mein Heimatrecht hatte ich lange verwirkt und eine Aufenthaltsgenehmigung bekam man nur, wenn man in dem Ort Arbeit hatte. Aber Arbeit gab es nicht und wenn, brauchte man eine Aufenthaltsgenehmigung. Wenn man als Bettler aufgegriffen wurde, drohte das Zucht- und Arbeitshaus. Es reichte, wenn der Gendarm einen festnahm.“  S. 52

Bei einer Versammlung schildert Jörg aus Biel:

„Ich war im Handwerkerlese- und Singverein in Biel. Wir lesen verschiedene Zeitungen und singen. Wir lernen da viel, zum Beispiel, wie die Menschheit ist und wie sie sein sollte. Auch dass es immer mehr Reiche gibt und dass das gefährlich ist, weil dann für die Armen nur wenig übrig bleibt. Wir haben dort eine wichtige Botschaft aus Paris erhalten. Sie lautet ungefähr so: Frei und glücklich wird die Menschheit nur in einer Republik, in der alle sich als Brüder und Kinder eines Vaters sehen. Wenn wir das nicht schaffen und die Menschen nicht alles gemeinsam besitzen, wird es auf der Erde nur noch Herren und Sklaven geben und die Knute wird den letzten Seufzer desjenigen zum Schweigen bringen, der dann noch zu denken wagt, dass er auch Rechte haben könnte.“  S. 93

Ulrike Halbe-Bauer gelingen nicht nur plastische Bilder und Schilderungen der Jahre 1846 und 1847 während der Hungersnöte, des schwierigen und erneuernden Wandels des Textilhandwerks zur Industrie, wie auch sich plausibel entwickelnde Charaktere mit ihrer Verstrickung in die demokratischen Bewegungen und revolutionären Ereignisse in Baden 1848. Die Autorin erinnert nicht zuletzt an die verarmten Auswander*innen am Mannheimer Hafen in Richtung Amerika und wie sie von betrügerischen Schleusern ausgenommen wurden (S. 179 f.). Der Barrikadenkampf am „Schwabentor“ in Freiburg endet für die Romanfiguren in unerwarteten Lösungen.

Mit bester Empfehlung!

Ulrike Halbe-Bauer, Schwalben über dem Fluss. 1848 in Baden, Wellhöfer Verlag, Mannheim 2017

http://www.wellhoefer-verlag.de/?Ulrike_Halbe-Bauer

  

In Nürnberg hatte sich Ulrike Halbe-Bauer bereits bekannt gemacht mit ihrem erfolgreichen biografischen Roman: „Mein Agnes. Die Frau des Malers Albrecht Dürer“. Damit gelang es der Autorin, den langezeit zweifelhaften Ruf der Malers-Frau in ein angemessenes, selbständiges wie partnerschaftliches Licht zu rücken:

http://www.wellhoefer-verlag.de/index.php?Biographien/Mein_Agnes

Bücher

Schwalben über dem Fluss – 1848 in Baden, Roman über die badische Revolution in erster Linie aus der Sicht von einer Arbeiterin und einer Fabrikantengattin, Wellhöfer Verlag, Mannheim 2017

Mein Agnes – Die Geschichte der Agnes Dürer, biographischer Roman,Stieglitz Verlag, Mühlacker, 1996, 2. Aufl. 97 (Estnische Ausgabe: Minu Agnes. Naine Albrecht Düreri Korval, Kunst Verlag, Tallin 1999 ( TB: Brunnen, Verlag , 4.Aufl. 2008, TB Wellhöfer: Mannheim 2013, 2.Aufl. 2017)

Olympia Morata – In Heidelberg lockte die Freiheit, TB. Wellhöfer: Mannheim Herbst 2012 (vorher Brunnen)

Ich mache es auf meine Art – Bedeutende Künstlerinnen, zusammen mit Brigitta Neumeister-Taroni, erzählende Kurzbiografien mit über 100 Illustrationen, belser Verlag, 2011. Unter anderem geht es um Rachel Ruysch, Paula Modersohn-Becker, Rosa Bonheur, Käthe Kollwitz

Er, ich und die Kunst – Die Frauen der Künstler, zusammen mit Brigitta Neumeister-Taroni, erzählende Kurzbiografien (z.B. Martha Liebermann, Gala Dalì)

Margarete Steiff – Ich gebe, was ich kann, biografischer Roman, Brunnen Verlag, Gießen, 4.Aufl. 2010 (ebenfalls 2010 japanische Ausgabe)

Olympia Morata. Das Mädchen aus Ferrara, (erste weibliche Hochschullehrerin) biographischer Roman, Brunnen Verlag Gießen, 2004

Propheten im Dunkel. Kunne Brockötter erzählt vom Täuferreich zu Münster, Erzählung, Münster 1984; 2., überarbeitete Fassung 1992 unter dem Titel Kunne die Magd, Brunnen Verlag Gießen, 2005, holländische Ausgabe 2005

Paracelsus. Verachtet, gefeiert, gejagt, historischer Roman, Stieglitz Verlag, Mühlacker 1992

 

 

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„Gegenwind“ beim Nürnberger Bardentreffen – „Headwind“ at the World Music Festival

Readers in English language please check out the English page of the festival here.

„Gegenwind“ lautet das Motto des diesjährigen 42. Bardentreffens in Nürnberg.  Wie seit Jahrzehnten läutet es die Schulferien ein und bietet die schönsten Tage des Sommers in Nürnberg, und meistens spielt auch das Wetter gut mit. Die Nürnberger treffen sich mit Freunden und Gästen in der Stadt, und über den Plätzen und Gassen wölbt sich der Himmel der Musik.

Die Veranstalter des Projektbüros im Kulturreferat der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, Studio Franken, machten in Anspielung auf die globale Großwetterlage einen „Gegenwind“ aus und stellten die „Luftklinger“ – Blasinstrumente – in den Mittelpunkt des Festivals.

Dank mehrerer Förderer gilt nach wie vor: „umsonst und draußen“. Eintritt frei, und wer das Bardentreffen unterstützen will, erwirbt das Programm-Heft, eine nette Pin-Nadel – in diesem Jahr ein Saxophon – und versorgt sich mit fränkisch-internationalen Speisen und vorzugsweise fränkischen Bieren, Weinen, Wässern oder Säften des gastronomischen Angebotes.

Im Bühnenprogramm konnte ich in diesem Jahr folgende Bands wahrnehmen; Zitate aus der Internet-Seite des Bardentreffens:

Freitag:

Fanfaraï nimmt die Tradition algerischer Straßenkapellen auf, die einst an Festtagen aufspielten. Deren Instrumentarium haben die Musiker um Blechblasinstrumente erweitert und das Repertoire mit Latin- und Jazz-Klängen bereichert. Die französische Kapelle nennt ihren fröhlichen Sound die „untypischste Blasmusik vom Maghreb“ und in Verbindung mit einer temperamentvollen Show hat sie sich damit schnell von der Straße auf die Bühne gespielt.“ Nachsehen und hören unter:  http://tournsol.net/artist/fanfarai-en/

Samstag:

Tuuletar hat sich nach der Windgöttin in der finnischen Mythologie benannt. Das passt, denn seit 2012 wirbeln die vier exzellenten Sängerinnen mit frischem Wind die Folkszene auf. Die temperamentvollen Damen bedienen sich an der reichen finnischen Folktradition ebenso wie bei Klassik, Pop, elektronischer Musik und Sprechgesang und machen daraus das, was sie Vocal-Folk-Hop nennen.“ Ihr Internet-Auftritt:  http://tuuletar.com/en/

„Als „purer Musikzauber“ und „fast ein Wunder“ wird der fesselnde Sound der anglo-irischen Band Flook von Publikum und Kritikern empfunden. In den 1990er-Jahren war sie die „Supergruppe“ der Weltmusikszene und von der Magie und Energie von damals haben sie bis heute nichts eingebüßt.“ Mitreißende Flötentöne, Gitarre und Bodhran, windstille Lullabies und stürmische Tanzstücke von der irischen See – im Netz unter: http://www.flook.co.uk/

Hank Shizzoe ist ein gefragter Gitarrist, Produzent und Songschreiber. In seiner knapp 25-jährigen Karriere hat er schon mit so einigen Größen der Musikbranche gespielt, für den „Rolling Stone“ ist er „der beste Roots-Rock-Songwriter und Gitarrenstilist, der nicht aus den USA kommt“.“ Der Schweizer bietet auf seiner Internet-Seite interessante Hörstücke:  http://www.hankshizzoe.com/

Die Fotogallerie des Tages bitte zum Vergrößern anklicken. Im Schaufenster der Buchhandlung Korn & Berg am Hauptmarkt spiegelt sich die Frauenkirche. „Die älteste Buchhandlung Deutschlands“ bietet nicht nur gute Auswahl und Beratung, sondern gestaltet auch ihre Auslagen kreativ und aktuell. In St. Katharina, der Ruine der Klosterkirche, spielten Tuuletar; auf dem Sebalder Platz Flook und Hank Shizzoe.

Was wäre das Bardentreffen ohne die zahlreichen Musiker*innen und Ensembles auf der Straße – alte Barden lassen Minnelieder verlauten, weitgereiste Bands und musischer Nachwuchs lassen ihr Können und Lernen hören. So sind an allen Ecken, Nischen und Winkeln in der Nürnberger Altstadt wohlig bekannte oder erfrischend neue Klänge zu vernehmen, sei es an der Pegnitz und auf ihren Brücken, in Geschäftspassagen oder „Rockin‘ Lafayettes“zu Füßen des „Meistersingers“ Hans Sachs – anklicken vergrößert die Aufnahmen:

Die Musen bebildert auch der Schöne Brunnen, kürzlich im Tageslicht gebloggt, hier mit nächtlichen Aufnahmen von Pythagoras und Hirtenflöte, David und Leier sowie dem kleinen Trommler, Bläser, Lautenspieler und Amor:

Sonntag:

Ein heißer Nachmittag, abkühlender Regen und ein schöner Ausklang auf dem Sebalder Platz am Sonntagabend.

European Tuba Power ist ein Gipfeltreffen der vier angesagtesten Tubisten unserer Zeit: Andreas Martin Hofmeir, Alessandro Fossi, János Mazura und Roland Szentpál. Die preisgekrönten Musiker haben ein Kraftpaket geschnürt. Für große Begeisterung sorgen bei den Konzerten vor allem aber die im Verbund mit dem Schlagwerker Christoph Huber dargebrachten Jazz-Arrangements von Duke Ellington oder Charlie Chaplin, die Pop-Hits der Red Hot Chilli Peppers und einzigartige Tuba-Technos.“ Tuba-Professor Hofmeir im Internet:  http://andreas-martin-hofmeir.com/

„Im Januar wurde Stephan Zinner in der Tafelhalle der Sonderpreis des Deutschen Kabarett-Preises 2016 verliehen. Weil der aus Film, Fernsehen und Theater bekannte Oberbayer „ein vielfach begabter, intelligenter Unterhalter“ ist, „der aus unserem aberwitzigen Alltag auf der Bühne etwas Besonderes machen kann.“ Wie er locker plaudernd und Gitarre spielend die schrägen Momente im Leben auf die Spitze treibt ist einfach spitze.“ Zinners Heimat-Seite ist hier zu finden:  http://www.zinner-music.de/index.html

Der Bayerische Rundfunk überträgt eine Zusammenfassung des Bardentreffens an den Sonntagen 6. und 13. August 2017 jeweils von 21.05 bis 22 Uhr in seinem Hörfunkprogramm Bayern 2 und am 30. Juli 2017 mit Live-Schaltungen zum Hauptmarkt und zur Katharinenruine.

Rückblick:  Bardentreffen 2016

 

Pulse of Europe

Am Sonntag gab es wieder die Möglichkeit, Pulse of Europe  (Version in English language available there) – kennen zu lernen, die Bürgerinitiative für Europa. Sie ist in vielen Ländern und Städten tätig und versammelt dabei zahlreiche Bürger*innen, die sich für die europäische Idee sowie für friedliche und zivile Zusammenarbeit engagieren:

Unser Ziel und Beitrag

Wir sind überzeugt, dass die Mehrzahl der Menschen an die Grundidee der Europäischen Union und ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung glaubt und sie nicht nationalistischen Tendenzen opfern möchte. Es geht um nichts Geringeres als die Bewahrung eines Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von individueller Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit.

Die Fotos der Galerie durch Anklicken vergrößern.

In Nürnberg trafen sich ein paar Hundert Teilnehmer*innen an der Lorenzkirche. Zunächst schwiegen wir eine Minute zur Anteilnahme für die Opfer des Terrroranschlags in London. Nachher sprach dazu ein britischer Redner. Die Pfarrerin von St. Lorenz erläuterte an diesem Pfingstsonntag, wie der Geist sprachliche Grenzen überwindet zu einer Verständigung – gerade auch im ökumenischen Sinne.

Die Initiatoren trugen den Offenen Brief der Initiative an Europäische Politiker vor, nachzulesen auf der Internet-Seite. Engagierte trugen zehn Thesen zu Europa vor, andere meldeten und kommentierten Nachrichten aus der europäischen Politik der letzten vier Wochen.

Mehrere Sprecher*innen kritisierten die Polizei-Aktion zur Abschiebung eines afghanischen Schülers aus seiner Schulklasse im Nürnberger Berufsschulzentrum vor einigen Tagen mit klarer Unterstützung der Versammlung.

Eine Sängerin gab den Ton an zu Carols Kings „You’ve got a friend“. Die Teilnehmer*innen bildeten ein Ypsilon als Buchstaben zu der europäischen Foto- und Filmaktion „We say hello – don’t say goodbye“ zum Beatles-Song „Hello, Goodbye“ in bezug auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und die entsprechenden Verhandlungen.

Schließlich sangen wir die Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven mit drei Versen von Friedrich Schiller – die Europa-Hymne. Eine Menschen-Kette zu den Tönen des Pulsschlages oder Herzschlages rundete die Versammlung ab.

Hier erinnere ich mich, wie wir Anfang der achtziger Jahre Woche für Woche freitags bei St. Lorenz einen „Schweigekreis für den Frieden“ bildeten. Der Protest richtete sich gegen die Nachrüstung mit den Mittelstreckenraketen. Die Friedensbewegung konnte nicht verhindern, dass sie aufgestellt wurden, hat wiederum mit ihrem Einsatz wesentlich dazu beigetragen, dass die betreffenden INF-Verhandlungen dazu führten, dass diese Waffen wieder abgezogen wurden. So lernte ich, dass Bürger-Engagement wirkt und mit entscheidet.

Den Initiator*innenen von Pulse of Europe, aktiven und engagierten Teilnehmer*innen wünsche ich international, europäisch, bundesrepublikanisch und lokal in Nürnberg entsprechende Bildungserlebnisse, weiterhin viel Zuspruch, Gehör, Resonanz und Erfolg auf diesem Weg.

 

http://pulseofeurope.eu/

 

Wir schaffen zusammen …

Zu dem Satz „Wir schaffen das“ und der Frage „Wie schaffen wir das?“ fällt mir in diesen Tagen das schöne Lied der Bots ein: „Sieben Tage lang“. Im zweiten der drei Verse heisst es:

„Dann wollen wir schaffen, sieben Tage lang
dann wollen wir schaffen, komm faß an
Und das wird keine Plackerei.
Wir schaffen zusammen, sieben Tage lang
ja, schaffen zusammen, nicht allein.“

Im Netz finde ich, dass dieses Lied auf das bretonische Volkslied „Son ar chistr“ zurückgeht, „Das Lied von Cidre“, 1929 von zwei bretonischen Bauern Jean-Bernard und Jean-Marie Prima komponiert. Auf der Plattenhülle „Aufstehn“ der Bots – 1980 Phonogram Holland im Vertrieb der EMI-Elektrola – stehen für den Text Hans Sanders und den deutschen Subtext: Lerryn und Günter Wallraff.

Die Bots-Lieder „Sieben Tage lang (Was wollen wir trinken)“, „Aufstehn“ und „Das weiche Wasser bricht den Stein“ waren zur Zeit der Friedensbewegung Anfang der achtziger Jahre wichtige musische Wegbegleiter. Die Friedensbewegung hatte die Stationierung der Mittelstreckenraketen nicht verhindern können, wiederum mit ihrer Wirkung dazu beigetragen, dass sie wieder abgezogen wurden. Meine These bleibt, ohne die Friedensbewegung hätte es das Ende des Kalten Krieges, des Ost-West-Konfliktes, den Fall der Mauer wie des Eisernen Vorhangs und die weiteren Folgen nicht gegeben. Wer erinnert sich an die Dankbarkeit und Freude über fallende Grenzzäune?

Bei der Begleitung der Geflüchteten in diesen Tagen erleben viele Ehrenamtliche und Freiwillige mit ihren Koordinator*innen, das „Wir wollen schaffen“ und „Wir schaffen zusammen, nicht allein“. Und „das wird keine Plackerei“, wenn wir uns nach sechs Tagen mal einen Ruhetag gönnen und genießen.

„Komm, faß an“ … wer anfassen mag, findet die Möglichkeit dazu beim nächstliegenden Helferkreis, der Freiwilligen-Agentur oder in der Nachbarschaft. Wie heisst es im ersten Vers des Liedes: „Es wird genug für alle sein … “

Auch wenn Hans Sanders nicht mehr unter ihnen weilt, freue ich mich, dass die Bots weiter spielen:

http://www.bots-muziek.nl/

 

 

Eingereicht bei „Daily Prompt“:

Melody