„Gegenwind“ beim Nürnberger Bardentreffen – „Headwind“ at the World Music Festival

Readers in English language please check out the English page of the festival here.

„Gegenwind“ lautet das Motto des diesjährigen 42. Bardentreffens in Nürnberg.  Wie seit Jahrzehnten läutet es die Schulferien ein und bietet die schönsten Tage des Sommers in Nürnberg, und meistens spielt auch das Wetter gut mit. Die Nürnberger treffen sich mit Freunden und Gästen in der Stadt, und über den Plätzen und Gassen wölbt sich der Himmel der Musik.

Die Veranstalter des Projektbüros im Kulturreferat der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, Studio Franken, machten in Anspielung auf die globale Großwetterlage einen „Gegenwind“ aus und stellten die „Luftklinger“ – Blasinstrumente – in den Mittelpunkt des Festivals.

Dank mehrerer Förderer gilt nach wie vor: „umsonst und draußen“. Eintritt frei, und wer das Bardentreffen unterstützen will, erwirbt das Programm-Heft, eine nette Pin-Nadel – in diesem Jahr ein Saxophon – und versorgt sich mit fränkisch-internationalen Speisen und vorzugsweise fränkischen Bieren, Weinen, Wässern oder Säften des gastronomischen Angebotes.

Im Bühnenprogramm konnte ich in diesem Jahr folgende Bands wahrnehmen; Zitate aus der Internet-Seite des Bardentreffens:

Freitag:

Fanfaraï nimmt die Tradition algerischer Straßenkapellen auf, die einst an Festtagen aufspielten. Deren Instrumentarium haben die Musiker um Blechblasinstrumente erweitert und das Repertoire mit Latin- und Jazz-Klängen bereichert. Die französische Kapelle nennt ihren fröhlichen Sound die „untypischste Blasmusik vom Maghreb“ und in Verbindung mit einer temperamentvollen Show hat sie sich damit schnell von der Straße auf die Bühne gespielt.“ Nachsehen und hören unter:  http://tournsol.net/artist/fanfarai-en/

Samstag:

Tuuletar hat sich nach der Windgöttin in der finnischen Mythologie benannt. Das passt, denn seit 2012 wirbeln die vier exzellenten Sängerinnen mit frischem Wind die Folkszene auf. Die temperamentvollen Damen bedienen sich an der reichen finnischen Folktradition ebenso wie bei Klassik, Pop, elektronischer Musik und Sprechgesang und machen daraus das, was sie Vocal-Folk-Hop nennen.“ Ihr Internet-Auftritt:  http://tuuletar.com/en/

„Als „purer Musikzauber“ und „fast ein Wunder“ wird der fesselnde Sound der anglo-irischen Band Flook von Publikum und Kritikern empfunden. In den 1990er-Jahren war sie die „Supergruppe“ der Weltmusikszene und von der Magie und Energie von damals haben sie bis heute nichts eingebüßt.“ Mitreißende Flötentöne, Gitarre und Bodhran, windstille Lullabies und stürmische Tanzstücke von der irischen See – im Netz unter: http://www.flook.co.uk/

Hank Shizzoe ist ein gefragter Gitarrist, Produzent und Songschreiber. In seiner knapp 25-jährigen Karriere hat er schon mit so einigen Größen der Musikbranche gespielt, für den „Rolling Stone“ ist er „der beste Roots-Rock-Songwriter und Gitarrenstilist, der nicht aus den USA kommt“.“ Der Schweizer bietet auf seiner Internet-Seite interessante Hörstücke:  http://www.hankshizzoe.com/

Die Fotogallerie des Tages bitte zum Vergrößern anklicken. Im Schaufenster der Buchhandlung Korn & Berg am Hauptmarkt spiegelt sich die Frauenkirche. „Die älteste Buchhandlung Deutschlands“ bietet nicht nur gute Auswahl und Beratung, sondern gestaltet auch ihre Auslagen kreativ und aktuell. In St. Katharina, der Ruine der Klosterkirche, spielten Tuuletar; auf dem Sebalder Platz Flook und Hank Shizzoe.

Was wäre das Bardentreffen ohne die zahlreichen Musiker*innen und Ensembles auf der Straße – alte Barden lassen Minnelieder verlauten, weitgereiste Bands und musischer Nachwuchs lassen ihr Können und Lernen hören. So sind an allen Ecken, Nischen und Winkeln in der Nürnberger Altstadt wohlig bekannte oder erfrischend neue Klänge zu vernehmen, sei es an der Pegnitz und auf ihren Brücken, in Geschäftspassagen oder „Rockin‘ Lafayettes“zu Füßen des „Meistersingers“ Hans Sachs – anklicken vergrößert die Aufnahmen:

Die Musen bebildert auch der Schöne Brunnen, kürzlich im Tageslicht gebloggt, hier mit nächtlichen Aufnahmen von Pythagoras und Hirtenflöte, David und Leier sowie dem kleinen Trommler, Bläser, Lautenspieler und Amor:

Sonntag:

Ein heißer Nachmittag, abkühlender Regen und ein schöner Ausklang auf dem Sebalder Platz am Sonntagabend.

European Tuba Power ist ein Gipfeltreffen der vier angesagtesten Tubisten unserer Zeit: Andreas Martin Hofmeir, Alessandro Fossi, János Mazura und Roland Szentpál. Die preisgekrönten Musiker haben ein Kraftpaket geschnürt. Für große Begeisterung sorgen bei den Konzerten vor allem aber die im Verbund mit dem Schlagwerker Christoph Huber dargebrachten Jazz-Arrangements von Duke Ellington oder Charlie Chaplin, die Pop-Hits der Red Hot Chilli Peppers und einzigartige Tuba-Technos.“ Tuba-Professor Hofmeir im Internet:  http://andreas-martin-hofmeir.com/

„Im Januar wurde Stephan Zinner in der Tafelhalle der Sonderpreis des Deutschen Kabarett-Preises 2016 verliehen. Weil der aus Film, Fernsehen und Theater bekannte Oberbayer „ein vielfach begabter, intelligenter Unterhalter“ ist, „der aus unserem aberwitzigen Alltag auf der Bühne etwas Besonderes machen kann.“ Wie er locker plaudernd und Gitarre spielend die schrägen Momente im Leben auf die Spitze treibt ist einfach spitze.“ Zinners Heimat-Seite ist hier zu finden:  http://www.zinner-music.de/index.html

Der Bayerische Rundfunk überträgt eine Zusammenfassung des Bardentreffens an den Sonntagen 6. und 13. August 2017 jeweils von 21.05 bis 22 Uhr in seinem Hörfunkprogramm Bayern 2 und am 30. Juli 2017 mit Live-Schaltungen zum Hauptmarkt und zur Katharinenruine.

Rückblick:  Bardentreffen 2016

 

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Veröffentlicht von

arnoldnuremberg

Bernd Arnold in Nürnberg

2 Gedanken zu „„Gegenwind“ beim Nürnberger Bardentreffen – „Headwind“ at the World Music Festival“

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