Deutschstunde – German Lesson

An der heutigen Deutschstunde will ich Euch teilhaben lassen. Readers in English language please see down below.
Herr A. J. sprach an, dass er gestern eine erneute Duldung für drei Monate bekommen hat. Derzeit hat er einen Deutschkurs, und wir wiederholten und ergänzten seinen Schreibblock:
„Sein Nachbar muss zurück nach Afghanistan
Die Polizei ist gekommen
Sie hat ihn abgeholt
Die Polizei hat seinen Nachbarn nach München gebracht
Es gab eine Bomben
explosion in Kabul
Viele Menschen wurden getötet oder verletzt
Es gab Viele Tote und Verletzte“
Wir wiederholten den Text, die Sätze und Wörter mit Aussprache. Herr A. J. erzählte weiter – hier in meiner Formulierung und Wiedergabe:
„Das Flugzeug ist nicht abgeflogen.
Die Abschiebung ist ausgesetzt.
Der Nachbar ist zurück gekommen.“

 

Fotos zum Vergrößern anklicken.

English version:
At todays German Lesson, Mister A. J. told that his temporary suspension of deportation (Duldung) was prolongued for three months. He attends a German class, and we repeated his lesson and notices:
„His neighbour has to go back to Afghanistan
Police came
and took him away
Police took his neighbour to Munich
There was a bomb
explosion in Kabul
Many people were killed or hurt
There were many deads and injured“
Repeating the text, sentence and words with pronunciation, Mister A. J. continues the story – here in my words:
„The plane did not start off
The deportation was cancelled
The neighbour came back“
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Veröffentlicht von

arnoldnuremberg

Bernd Arnold in Nürnberg

4 Gedanken zu „Deutschstunde – German Lesson“

  1. Es ist wirklich bedrückend, diese Sätze zu lesen. Was man nicht alles im Deutsch-Unterricht thematisieren kann. Ein „Like“ zu drücken für Deinen Beitrag fühlt sich sehr komisch an…
    Viele Grüße, Claudia

    Gefällt mir

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Claudia. Mir geht es ebenfalls so, dass ich in solchen Fällen lieber nicht „gefällt mir“ anklicke.
      Sehr beeindruckend finde ich, was die Lehrkräfte in Integrations- und Willkommensklassen leisten. Für mich ist ein beeindruckendes Beispiel der Blog:
      https://berlinerdiary.com/
      Wichtig und sinnvoll finde ich, dass der Deutsch-Unterricht auf die Lebenswirklichkeit eingeht. Dabei halte ich auch die andere Position für begründet, die argumeniert, eine Lern-Situation sollte nicht zu stark beschwert werden.
      In der letzten Woche hatte sich die Situation mit den Abschiebungen nach Afghanistan sehr stark zugespitzt – die nun hoffentlich ausgesetzt werden. Während beim Deutschen Städtetag in Nürnberg die Bundeskanzlerin und der Oberbürgermeister gerade über Integration sprachen, wurde im Nürnberger Berufsschulzentrum ein Schüler von der Polizei zur Abschiebung aus dem Unterricht abgeholt. Dies führte zu Schülerprotesten und heftigen Auseinandersetzungen.
      Dass dies nun wiederum von den Schülern und Teilnehmern in den Klassen und Kursen angesprochen wird, liegt nahe, ermöglicht und fördert den sprachlichen Ausdruck und die Verständigung.
      Selbst bin ich kein Sprach-Lehrer. Wiederum nehme ich als Politikwissenschaftler mit Neigung zur politischen Bildung deutlich wahr, wie wichtig die Sprache mit ihren Worten, Begriffen und Sätzen ist. Dabei gibt es unterschiedliche kulturelle Ausprägungen der politischen Rhetorik. Und so engagiere ich mich für sprachliche Verständigung mit dem Ziel eines zivilen und friedlichen Zusammenlebens.
      Gute Wünsche und viel Grüße, Bernd

      Gefällt 2 Personen

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