Catering

Wie werden bis zu 750 Flüchtlinge täglich mit Essen und Trinken versorgt? Und dazu zahlreiche Mitarbeiter und Helfer? Ein wunderbarer Caterer macht dies möglich mit seinem unermüdlichen Familien-Team und den freiwilligen Helferinnen und Helfern im Transit Camp Stadionbad. Sie leisten Erstaunliches. Zur Ankunft der Flüchtlingsgäste gibt es möglichst ein warmes Essen, mittags und abends ebenso; zum Frühstück, teilweise abends und für die Weiterreise eine gefüllte Essens-Tüte.

Vor der ersten Einsatzschicht, die später beginnt, weil sich die Ankunft der Busse verzögert, haben wir mit unserem Freiwilligen-Team die Gelegenheit, die Gemeinschaftsverpflegung zu probieren. Das bunte Gemüse mit Auberginen und Tomaten mit Reis schmeckt gut und stärkt für die kommenden Stunden. An den nächsten Tagen gibt es weiterhin fleischlose, frisch gekochte Gerichte mit verschiedenen Gemüsen, Paprika, Linsen oder Kichererbsen und Reis, dazu Brot, Joghurt und Wasser. Zum Frühstück werden Fladenbrot, Aufstrich, ein Apfel oder eine Banane ausgegeben.

An der heißen Theke stehen ständig mehrere Kessel mit heißem Tee, manchmal auch Milch und Kaffee, zur Selbstbedienung. Zur Zubereitung von Baby-Nahrung gibt es Wasserkocher und Baby-Milch. Gläser mit Baby-Nahrung sind wohl weniger bekannt und kaum nachgefragt.

Besonders gelungen zum Abendessen finde ich ein frisch gekochtes Apfel-Kompott, geschnippelt und gut gesüßt, mit viel Geschmack und Kraft.

Das Catering-Team ist buchstäblich rund um die Uhr im Einsatz. Wenn es nicht Nachschub an Lebensmitteln oder Geschirr zu besorgen gibt, dann werden schon die nächsten Mahlzeiten vorbereitet, die Essensausgabe gereinigt oder die Getränke-Theke befüllt. Nicht leicht ist dies alles zu organisieren, weil die Ankünfte und Abreisen täglich wechseln und die Zahl der Mahlzeiten schwankt.

Bei allem Betrieb nimmt sich der Gastwirt die Zeit, uns Helferinnen und Helfern eine Extra-Currywurst zu bereiten oder einen guten Kaffee zu servieren. Er schafft es darüber hinaus, SIM-Karten für Mobilgeräte im Verkauf anzubieten.
Mit Einsatz von regulärem Personal wäre dies nicht machbar. Also helfen viele Freiwillige in mehrfach täglich wechselnden Schichten mit bei der Speisenvorbereitung, beim Befüllen der Lunch-Tüten, der Essensausgabe und der Pflege der Getränke-Theke. Die ÜbersetzerInnen gestalten mehrere Schilder in Arabisch und Farsi, die den Weg weisen und darum bitten, die Tabletts zu stapeln.

Abwechselnd mit den Sicherheits-Leuten achten die Freiwilligen darauf, dass die Gäste ins Essenszelt gehen und ihre Mahlzeit dort halten. Wir wollen vermeiden, dass in den Schlafzelten gegessen wird, um den Aufwand für die Reinigung im Rahmen zu halten. Wie die Schlafzelte, so ist auch das Essenszelt gut beheizt.

Ein geduldiger Syrer – barfuß in Sandalen – betrachtet die Situation, kommt mit mir ins Gespräch und tauscht ein paar Worte Deutsch und Arabisch. „Fadaal al mathaam“ – „Gehen Sie bitte ins Restaurant“. Lernort Stadionbad, Stichwort Großgastronomie. Shukran – merci – danke – efcharisto. Dies gilt ganz besonders dem Caterer mit seinem Familienteam und dem freiwilligen Küchendienst.

 

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Veröffentlicht von

arnoldnuremberg

Bernd Arnold in Nürnberg

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